Mein Engagement für die Schulen

Doris Voegeli - Ballone

Präsenz

Neben den offiziellen Sitzungen und Anlässen kann auch ein Beitrag in verschiedenen Kommissionen geleistet werden. Als Schulrätin wird man zu vielen Terminen eingeladen: Surbaumtreff, Weihnachtssingen, Schuelfasnacht, Osterbrunch, erster Schultag, Konzerte der Musikschule etc. Es ist mir immer eine Freude, an diesen Anlässen den Schulrat vertreten zu dürfen.

Im letzten Jahr habe ich 64 Stunden an offiziellen Sitzungen verbracht, 33 Stunden bei Schulanlässen und 45 Std. in den verschiedenen Kommissionen mitgearbeitet.

Dazu kommen diverse Stunden der Weiterbildung als Schulrat beim Amt für Volksschule AVS in Liestal sowie das Schreiben von Artikeln im Wochenblatt.

Ich leiste diese Stunden gerne. Sie sind Teil der Arbeit als Schulrätin und verbunden mit wichtigen Entscheiden, vielen Erkenntnissen sowie bereichernden Erlebnissen.

 

Schulbesuche

Der Schulrat absolviert pro Jahr zwei Schulbesuche, d.h. entweder im Kindergarten, in der Primarschule, Sekundarschule oder Musikschule. In einer Amtsperiode können somit alle Schulen pro Schulratsmitglied besucht werden. Diese Besuche erfolgen immer nach Voranmeldung. Der Schulrat verschafft sich ein Bild über das Geschehen in den Klassenzimmern und kommt mit Lehrpersonen und Kindern/Jugendlichen ins Gespräch. Die Besuche haben keinen wertenden Charakter, sie dienen dem Austausch mit der Schule und dem Schnuppern von Schulluft.

Bei meinen Besuchen konnte ich immer anregende Gespräche mit den Lehrpersonen führen. Die Offenheit, den Schulrat wie die Eltern im Klassenzimmer zu begrüssen, schätze ich sehr.

 

Wissen

Als Schulrat merkt man sehr rasch, dass das eigene Bild über Schule heute nicht mehr unbedingt stimmt. Von den eigenen Bildern und Erlebnissen in der Schule darf man sich auch nicht zu sehr beeinflussen lassen. Die Aufgaben des Schulrates sind definiert. Dazu kommt, dass wir uns in der Ausübung unseres Amtes natürlich an das kantonale und kommunale Bildungsgesetz halten.

Die Abläufe im schulischen Bereich folgen eigenen Vorgaben. Diese unterscheiden sich zum Teil stark von denen in der Privatwirtschaft. Die regelmässigen Schulrats-Treffen, organisiert durch das Amt für Volksschulen, helfen, sich in diese Abläufe einzuarbeiten und diese zu verstehen. Es ist sehr ratsam, diese Treffen zu besuchen und sich das Rüstzeug für die Arbeit eines Schulrates zu holen. Ebenso ist es  wichtig, die politischen Prozesse im Bildungsweg zu verfolgen und zu reflektieren.

 

Kommunikation

Die meisten Schulräte haben Kinder in den Reinacher Schulen. Der Austausch mit Eltern ist daher natürlich und auch wünschenswert. Es ist eine hohe Verantwortung, die Anliegen der Eltern zu hören und aufzuzeigen, welche Möglichkeiten im Gespräch mit der Schule bestehen. Dasselbe gilt auch in den Gesprächen mit den Lehrpersonen.

 

Freude

Die Arbeit als Schulrat bereitet mir viel Freude. Denn Arbeit ist es und Verantwortung dazu. In den vergangenen vier Jahren konnte ich in diversen Kommissionen mitarbeiten, u.a. in der Kommission der Schulärzte, in der Steuergruppe Schulraumplanung sowie in der Projektgruppe zur Einführung der Schulsozialarbeit auf Primarstufe.

Innerhalb dieser Prozesse ist bei mir das Dreieck Kinder – Eltern -Schulleitung/Lehrpersonen immer präsent. Manche Entscheide sind nicht einfach zu fällen. Reinach ist eine grosse Gemeinde und somit kann nicht allen Anliegen gleich Rechnung getragen werden. Doch wenn immer möglich werden Lösungen gesucht, die für alle Beteiligten tragbar sind. Nicht so ganz einfach bei einer Gemeinde mit 17 Kindergärten, 6 Primarschulhausstandorten, 1 Sekundar- und einer Musikschule.

In den kommenden vier Jahren möchte ich mein erworbenes Wissen und mein ungebrochenes Interesse rund um die Schule gerne weiterführen.  Ich verstehe mich als Vermittlerin zwischen Schule und Eltern bzw. Gemeinde. Ich freue mich auf eine weitere Amtsperiode.